Popakademie bekommt mehr Geld

Musiker aus ganz Deutschland können sich freuen, denn ihre Ausbildung ist gesichert: Die Popakademie wird mehr Geld für ihre Arbeit erhalten. Die Einrichtung wird vom Land Baden-Württemberg finanziert, auch wenn sie bundesweit tätig ist. Die Landesregierung hatte beschlossen, den Musikern von 2018 bis 2022 3,2 Millionen Euro mehr als zunächst veranschlagt zukommen zu lassen.

Die Popakademie ist eine der renommiertesten Einrichtungen in Deutschland, wenn es um die Förderung der Popmusik und junger Bands geht. Sie wird getragen vom Land, der Stadt Mannheim, der Landesanstalt für Kommunikation und dem SWR.

Gegründet wurde die Akademie 2003. Junge Talente können hier drei Bachelor- und zwei Masterstudiengänge belegen. Nur hier kann man in Deutschland Weltmusik studieren. Es gibt aber auch Studiengänge wie Popmusikdesign als Bachelor und Popular Music als Master, Musikbusiness (Bachelor) und Music and Creative Industries (Master). Um aufgenommen zu werden, muss man eine langjährige Tätigkeit in der Musikbranche nachweisen. Das können Musiker sein, aber auch Produzenten und Veranstalter. Es gibt dann Aufnahmegespräche, und wer am Ende zugelassen wird, kann das Studium ohne Studiengebühren absolvieren. In den Räumen der Popakademie befinden sich ein voll ausgestattetes Tonstudio und Proberäume für Bands.

Im Rahmen der internationalen Einbindung gibt es auch immer wieder Veranstaltungen mit Partnerakademien, wie das Band- & Businesscamp. Im Rahmen des Kompetenzzentrums findet auch die eigentliche Bandförderung statt, mit Projekten wie dem Bandpool, einem Förderprogramm für Musikgruppen. Es gibt auch eine eigene Künstleragentur für Studierende und Alumni, gemeinsames Musizieren mit Schulen in der Umgebung und Wochenendseminare im Rahmen der Weiterbildung.

Die Popakademie wurde mit dem Echo als Partner ausgezeichnet und hat den PRG LEA Live-Entertainment-Award erhalten. Viele Musiker, die an der Akademie studierten haben es später auch zu einiger Bekanntheit geschafft, darunter Luis Laserpower, die dann nach Berlin umzogen. Dazu gehören aber auch die Grundge-Formation Grained, die es seit 2009 gibt, oder Lingua Loca, die Hip-Hop mit Pauken und Blasinstrumenten verbinden.

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