Die Gründer der Hochschule für populäre Musik und Musikwirtschaft hätten es sich nicht besser ausdenken können. Im Jahre 2003 wurde diese Akademie des Bundeslandes Baden-Württemberg gegründet mit dem Ziel, die Musiker des ganzen Landes zu fördern, zu unterstützen und ihnen eine Grundlage zu geben, von der Musik leben zu können.

Denn dies ist für viele Künstler generell das größte Problem. Kunst zu leben, zu lieben und zu machen ist relativ einfach, aber davon leben zu können ist eine Herkulesaufgabe. Genau hier hat das Land Baden-Württemberg perfekt reagiert und den Künstlern die Möglichkeit gegeben, ein Studium zu absolvieren, das ihnen dabei hilft, ihre Kunst auch zu vermarkten. Ein Geniestreich der Landesregierung. Dass dies aus einem der konservativsten Länder der Republik kommt, ist aller Ehren wert.

An eben jener Hochschule absolvierten auch der Student Luis Baltes und seine beiden Freunde Judith und Sebastian ihren Studiengang. Hier lernten sie sich kennen und schätzen. Das Trio bemerkte recht schnell, wie gut es musikalisch harmonierte, und auch der Hochschulleitung fiel auf, dass sich hier eine echte Erfolgsgeschichte anzubahnen schien.

Es wurde neben dem anstrengenden Studium viel geprobt und komponiert. Luis, Judith und Sebastian ließen keinen Moment ungenutzt, um ihre musikalischen Ideen weiter zu verfeinern. Nur aus Spaß zusammen zu musizieren wurde allen ziemlich schnell zu wenig. Alle wollten mehr. So kam es, wie es kommen musste: Es wurde eine Band gegründet.

Während ihrer Gründungszeit nannten die drei Freunde sich „Luis & Laserpower“, später in Berlin wurde das „&“ gestrichen und sie nannten sich fortan „Luis Laserpower“. Der Name klang vielversprechend und kam bei den Fans und den Kritikern gleichermaßen gut an. Ihr Genre war der Pop-Rock, hier liefen sie zur Hochform auf, hier konnten sie auch das Publikum am besten überzeugen und mitreißen. Das waren ihre Klänge. Die Leitung der Hochschule war natürlich mächtig stolz darauf, dass es ihre Studenten waren, die hier etwas ganz Großes auf die Bühne brachten.