Die Zeit an der Hochschule für Populäre Musik und Musikwirtschaft war im Nachhinein betrachtet ihre schönste gewesen. Hier waren die Anfänge, die ersten Schritte, die ersten Songs. Die Träume waren zu jener Zeit noch die allergrößten und spektakulärsten gewesen. Eine Gründungsphase mit ganz viel Romantik und Sorglosigkeit.

Doch der Sprung ins kalte Wasser stand bevor. Die drei Freunde wussten, dass es nicht auf ewig an der Hochschule in Mannheim weitergehen konnte. Sie mussten raus aus Baden-Württemberg. Rein ins Leben. Auf nach Berlin. Denn so dankbar sie der Zeit auch waren, so sehr sie sich hier auch wohlgefühlt hatten, sie wussten genau, ihr ganz großes Ding wartet woanders.

In der Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten, der Spätis, der Döner und der Unbekümmertheit lag ihre Zukunft. Ein wenig mulmig war ihnen schon, doch sie alle wussten, dass der Schritt der Richtige ist. Somit gab es kein Halten und kein Zurück mehr. In Berlin angekommen strichen die drei zuallererst das „&“ aus ihrem Namen. Von nun an hießen sie „Luis Laserpower“. Dieser Schritt sollte auch ein Stück weit ihre Verbundenheit symbolisieren.

Die Erfolge ließen auch nicht lange auf sich warten. Die ersten Auftritte standen schnell an. Kleine Clubs, Partys und sogar das ein oder andere Festival wurde gerockt. Denn das konnten sie. Luis Laserpower stand für eine wilde Mischung aus allem, was der Rock hergab. Ihre Bühnen-Performance zog die Menschen in ihren Bann. Auf der Bühne konnten sie noch viel besser ihr Verständnis und ihre Interpretation von Rock transportieren als auf einer CD.

Dies gaben sie auch in Interviews immer wieder zu verstehen. Ihre Musik gehört auf die Bühne. Da überzeugt sie am meisten. Diese Begeisterung für ihre Leidenschaft brachte der Band immer mehr Auftritte ein. Es wurde immer professioneller in der Welt von Luis Laserpower. Die Künstler haben geschafft, wovon die meisten ihrer Kollegen immer noch träumen, sie haben es geschafft, von ihrer Kunst zu leben. Gut zu leben.