Auch wenn sie als eine der innovativen Bands galten und viele Auftritte hatten, so haben Luis Laserpower keine großen Preise abräumen können. Aber kleine Preise gab es. So bekam die Band nach dem Studium an der Pop-Akademie Baden-Württemberg am Ende des Sommersemesters von der HypoVereinsbank ein Stipendium. Überreicht wurde es von Prof. Udo Dahmen, dem künstlerischen Leiter der Popakademie. Man hatte das außergewöhnliche Talent und das Entwicklungspotenzial von Luis Laserpower und seiner Band würdigen wollen. Die Band war damals 2009 die zweite Band, die den Preis erhielt – er war erst 2008 eingeführt worden.

Einen weiteren Erfolg konnte die Band feiern als sie bei der Musikmesse Popkom ins Finale der Local Heroes kamen. Zwar reichte es am Ende nicht für einen Gesamtsieg, aber die Band bekam durch den Jurypreis 2008 bundesweite Aufmerksamk

eit, was sich auch in Buchungen für Auftritte niederschlug.

An Musikpreisen mangelt es nicht in Deutschland, gerade bei den Local Heroes feierte die Band immer wieder mit und stand einige Jahre lang auf der Bühne der Wettbewerbe. Den bekanntesten deutschen Preis konnte sie allerdings nicht bekommen: Den Echo Award, der die besten Bands und Künstler der deutschen Popszene auszeichnete. Alles was Rang und Namen hat in der deutschen Musik hat sich hier schon Preise abholen können und selbst eine Nominierung reichte schon für eine Band aus, um bekannt zu werden. Im Jahr 2018 wurde der Echo aber zum letzten Mal verliehen. Mit der Vergabe des Preise an Rapper, die judenfeindliche Texte hatte, kamen die Organisatoren so sehr in die Kritik, dass sie den Preis an sich einstellten.

Das könnte dem deutschen Rock und Pop Preis wieder mehr Aufmerksamkeit geben, den es eigentlich schon seit 36 Jahren gibt, der aber bislang immer etwas im Schatten des Echo stand. Für Luis Laserpower dürfte es zu spät sein, denn seit der Auflösung gibt es kein Zeichen für eine Wiedervereinigung.